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Grundsätze der Vermarktung landwirtschaftlicher
Produkte in WfB
Erst verkaufen, dann investieren und produzieren
Vor der Errichtung einer neuen Produktions- oder Verarbeitungsstätte
muss geklärt werden, welche Produkte in welcher Qualität auf
welchem Absatzweg vom Markt aufgenommen werden können.
"Hardware" braucht "Software"
Eine Produktionsorientierung führt häufig dazu, dass besonderes
Augenmerk auf die "Hardware" wie Gebäude und Maschinen gerichtet
wird, während die "Software" wie die Ausstattung mit qualifiziertem
Personal und professioneller Beratung vernachlässigt wird.
Es ist wichtig, neue Projekte bei den Kunden mit einem geeigneten
Marketingkonzept einzuführen und qualifiziertes Personal einzustellen.
"Kleckern" ist besser als "Klotzen"
In der Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte
wird ein Markt relativ langsam und schrittweise erschlossen.
Aus diesem Grund scheint es angebracht, Investitionen im Verarbeitungs-
und Vermarktungsbereich möglichst klein zu halten und gleichzeitig
Entwicklungsmöglichkeiten zu größeren Einheiten einzuplanen.
Auf diese Weise ist es möglich, die Vermarktungspolitik zu
ändern, wenn sich ein Vermarktungsweg als wenig erfolgreich
erweist. Beispielsweise muss ein Hofladen nicht gleich auf
100 Quadratmetern ein Vollsortiment an ökologisch erzeugten
Produkten führen, sondern kann damit beginnen, testweise Produkte
des eigenen Betriebes zu verkaufen.
In der Praxis bleiben diese Überlegungen häufig unberücksichtigt,
da Investitionshilfen schubweise eintreffen und im Block ausgegeben
werden müssen. Dabei besteht die Gefahr, dass Anlagen überdimensioniert
werden und spätere Veränderungen schwer zu realisieren sind.
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